Psychotherapie bei chronischer Erkrankung
Chronische körperliche Erkrankungen bedeuten auch eine hohe seelische Belastung. Ängste, Depression, Fatigue, aber auch Konflikte in der Familie sind häufige Begleiter einer schweren Krankheit.
Werden die psychischen Probleme zu stark, können sie auch den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen.
Die Praxis ist spezialisiert auf die Behandlung von seelischen Problemen im Zusammenhang mit schweren chronischen Erkrankungen.
Begleitende seelische Symptome bei chronischer Erkrankung
Ängste
Progressionsangst (Angst vor einem Fortschreiten der Erkrankung) beschreiben fast alle Menschen mit chronischer Erkrankung. Sie gehört zu den Unsicherheiten des Lebens und bedeutet an sich keine seelische Störung. Wird sie aber so stark, dass sie immer präsent ist und das Leben quasi um sie herum gelebt wird, sollte sie psychotherapeutisch behandelt werden.
Auch bereits vorbestehende Probleme wie z.B. Essstörungen, Zwänge, soziale Ängste oder Familienkonflikte können sich im Rahmen einer chronischen Erkrankung verstärken. Auch diesen Bereichen widmet sich die Therapie.
Depression
Depressive Episoden sind im Verlauf einer chronischen Erkrankung sehr häufig, werden aber oft erst spät erkannt. Durch den verminderten Antrieb kann es zu Einschränkungen in der Selbstfürsorge und auch z.B. der regelmäßigen Medikamenteneinnahme kommen. Das hat direkte negative Auswirkungen auf den Verlauf der somatischen Erkankung.
Psychotherapie stellt einen wichtigen und in den medizinischen Leitlinien empfohlenen Baustein der Therapie von Depression dar.
Je nach Schwere der Symptomatik wird zusammen mit eine*r psychiatrisch tätigen Kolleg*in über eine zusätzliche medikamentöse Mitbehandlung in Ergänzung zur Psychotherapie entschieden.
Fatigue
Chronische Erschöpfung ist ein Merkmal vieler körperlicher Erkrankungen. Sehr gut erforscht ist sie im Zusammenhang mit Krebserkrankungen und ihrer Behandlung (Chemotherapie, Bestrahlung etc.).
Psychotherapie bei Fatigue im Rahmen einer chronischen Erkrankung beschäftigt sich mit dem persönlichen Umgang mit diesem Problem (wie z.B. den eigenen Erwartungen, dem Urteil der Anderen, der realistischen Einschätzung der eigenen Energie-Reserven etc.) und geht nicht davon aus, dass eine psychische Störung ursächlich für die Erschöpfung ist.